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Rund 8.000 österreichische Bäuerinnen und Bauern liefern ihre Milch an Berglandmilch. Sie sind zugleich die Eigentümer, denn das Unternehmen ist eine Genossenschaft und gehört zu hundert Prozent den Betrieben, die es beliefern. Was daraus entsteht, steht in fast jedem heimischen Kühlschrank: Butter, Joghurt und Käse unter Marken wie Schärdinger und Tirol Milch. Rund 1.600 Menschen arbeiten daran.
An neun Standorten in Österreich verarbeitet Berglandmilch jährlich etwa 1,3 Milliarden Kilogramm Milch und erwirtschaftet damit rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz (eigene Angaben, Stand 2024). Das macht die Genossenschaft zum größten Milchverarbeiter des Landes. Gearbeitet wird unter anderem in Wörgl in Tirol, in Voitsberg in der Steiermark und in Klagenfurt. Das größte Werk steht in Aschbach in Niederösterreich, dort sitzt auch die Zentralverwaltung; eingetragener Firmensitz ist Wels in Oberösterreich.
Die Geschichte beginnt 1995, als sich sechs österreichische Molkereien vor dem EU-Beitritt zusammenschlossen. Später kamen die Landfrisch Molkerei, die Tirol Milch und die Stainzer Milch dazu. Der Umsatz wuchs in dieser Zeit von 340 Millionen Euro auf über eine Milliarde, die angelieferte Milchmenge verdoppelte sich von 680 Millionen auf mehr als 1,3 Milliarden Liter (retailreport.at, 2024). Rund 40 Prozent des Absatzes gehen ins Ausland, in etwa 50 Länder.
Die Arbeit verteilt sich auf sehr unterschiedliche Berufe. In den Werken bedienen Milchtechnologinnen und Milchtechnologen die Anlagen und übernehmen die Rohmilch, Mechatroniker halten die Technik am Laufen, im Labor werden Proben chemisch und mikrobiologisch untersucht. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben in Verwaltung, Einkauf und Vertrieb. Wie sich die rund 1.600 Beschäftigten auf die einzelnen Werke verteilen, veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Ausgebildet wird im eigenen Haus. Berglandmilch nimmt Lehrlinge in der Milchtechnologie auf, einem Lehrberuf, den österreichweit nur etwa 100 bis 120 junge Menschen pro Jahrgang erlernen. Weil das Unternehmen so viele Werke betreibt, können Lehrlinge während der dreijährigen Ausbildung in verschiedene Standorte und Bereiche hineinwechseln, und die Lehre mit Matura ist möglich. Auf der Karriereseite nennt Berglandmilch außerdem einen monatlichen Einkaufsgutschein von 60 Euro für Vollzeitkräfte, einen Betriebsarzt sowie flexible Arbeitszeitmodelle.
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