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Anleihen, die am Markt unter Druck geraten sind, kauft hier jemand ganz bewusst. Centris Capital hat sich in Wien genau darauf spezialisiert: auf Wertpapiere, deren Preis nach Einschätzung des Hauses nicht zum tatsächlichen Wert passt, und auf Portfolios, die einen langen Atem verlangen. Das Unternehmen arbeitet seit 2008 von der Seilergasse im ersten Bezirk aus. Es steht mehrheitlich im Eigentum des eigenen Managements.
Das Kerngeschäft ist Vermögensverwaltung. Für private und institutionelle Kunden verwaltet Centris Capital Wertpapierportfolios diskretionär, dazu kommen Beratungsmandate, reines Ausführungsgeschäft und Risikoanalysen. Auch Erwachsenenvertretungen betreut das Haus, also die Veranlagung für Menschen, die ihre Finanzen nicht mehr selbst regeln können. Der Anspruch, den die Firma dabei formuliert, ist bemerkenswert unmodisch: Konzentration auf nicht-komplexe, für den Kunden nachvollziehbare und liquide Finanzinstrumente.
Daneben steht das zweite Spezialgebiet. Wenn Anleihen oder Forderungen notleidend werden und sich am Markt kaum noch bewegen lassen, übernimmt Centris Capital deren Abbau für Kunden. Die Erfahrung aus diesem Geschäft bündelt das Haus im Liquid Stressed Debt Fund, einem UCITS-V-Fonds mit täglicher Liquidität, der gezielt auf Fehlbewertungen am Anleihenmarkt setzt. Drittens begleitet das Unternehmen Emittenten bei der Platzierung von Finanzinstrumenten. Genau dafür wurde die Konzession zuletzt erweitert: Der entsprechende Bescheid der Finanzmarktaufsicht wurde am 17. Juni 2025 rechtskräftig und deckt nun auch die Platzierung ohne feste Übernahmeverpflichtung ab.
Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das ein Arbeitsumfeld, das man in dieser Kombination selten findet. Reguliertes Wertpapiergeschäft mit allem, was dazugehört, an Sorgfalt und Dokumentation. Und zugleich ein Nischenthema, das Analyse verlangt statt Produktkatalog. Wer hier ins Portfoliomanagement oder in die Kundenbetreuung einsteigt, arbeitet an Emissionsbegleitungen ebenso mit wie an der Bewertung einzelner Anleihen. Das Team ist überschaubar, karriere.at weist die Größenordnung mit ein bis zehn Beschäftigten aus; eine eigene Mitarbeiterzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht. Kurze Wege zum Vorstand sind bei dieser Größe keine Floskel, sondern Alltag. Vorstand sind Monika Mandl und Dr. Michael Nagy. Ein Beirat begleitet das Haus, ihm gehören unter anderem der frühere Industriellenvereinigungs-Präsident Dr. Veit Sorger und die ehemalige Ministerin Maria Rauch-Kallat an.
Die Aktiengesellschaft ist seit 2008 im Firmenbuch eingetragen und wird von der österreichischen Finanzmarktaufsicht beaufsichtigt. Kundengelder und Kundenwertpapiere hält das Unternehmen laut seiner Konzession nicht selbst.
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