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Wenn in einem Betonwerk Zuschlagstoffe, Zement und Wasser exakt nach Rezept dosiert werden, steckt dahinter Software. Genau die entwickelt Dorner Electronic in Egg im Bregenzerwald, seit 1964. Rund 100 Menschen arbeiten heute für das Familienunternehmen, in Vorarlberg sowie in Gesellschaften in der Schweiz und in Australien. Ihre Steuerungen laufen in Betonwerken von Skandinavien bis Ägypten.
Das Kerngeschäft ist Steuerungstechnik für die Betonindustrie. Wer Transportbeton mischt, Fertigteile gießt oder Trockenmörtel abfüllt, braucht eine Anlage, die Rezepturen einhält, Chargen dokumentiert und am Ende den Lieferschein ausgibt. Dorner deckt diesen Weg vom Angebot bis zur Rechnung mit eigenen Produkten ab: dornerBatch steuert die Mischanlage, dornerLab hält die Prüfergebnisse fest, dornerTrucker begleitet den Fahrmischer bis zur Baustelle. Software und Steuerungstechnik kommen aus einem Haus.
Die Firma ist eine Bregenzerwälder Gründung. 1964 starteten die Brüder Elmar und Konrad Dorner mit sechs Mitarbeitern. 1972 nahm das Unternehmen ein Mikroprozessorsystem in Betrieb, das als erstes seiner Art in der Baubranche gilt. Im Jahr 2000 kam die Schwestergesellschaft Dorner ASP AG im schweizerischen Heerbrugg dazu, 2018 eine Tochter in Australien. Das Unternehmen ist bis heute in Familienbesitz und hat seinen Sitz nach wie vor in Egg.
Die Kunden sitzen längst nicht mehr nur in Vorarlberg. Betonwerke in Frankreich, in Skandinavien oder in Ägypten werden über ein Partnernetz betreut, jeweils in der Landessprache. Auf Großprojekten wie dem Panamakanal sowie dem Gotthard- und dem Brenner-Basistunnel liefen Anlagen mit Technik aus Egg. Für Entwicklerinnen und Techniker heißt das: Was hier programmiert wird, läuft anschließend in einer echten Produktionsanlage, oft am anderen Ende der Welt.
Gearbeitet wird an den Standorten Egg und Dornbirn. Die Aufgaben reichen von der Softwareentwicklung über den Schaltschrankbau bis zur Inbetriebnahme direkt beim Kunden, dazu kommen Rollen in Kundenbetreuung und Vertrieb; aktuell ausgeschrieben sind unter anderem eine Stelle im Customer Success Management und eine Lehrstelle IT-Systemtechnik. Ausbildung hat einen festen Platz im Haus. Dorner bildet Lehrlinge in Applikationsentwicklung-Coding aus, veranstaltet Schnuppertage für Schülerinnen und Schüler und vergibt Praktika sowie Abschlussarbeiten. Die Arbeitszeit ist flexibel gestaltet, Homeoffice ist möglich, die Hierarchien sind flach. Eine exakte, tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht; es spricht selbst von rund 100 Mitarbeitenden. Einmal pro Woche gibt es ein kostenloses Mittagessen aus regionalen Zutaten, und wer mit Rad oder Öffis kommt, bekommt Jobbike oder Klimaticket bezuschusst.
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