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Satellitenbilder sind zunächst nur Pixel. GeoVille macht daraus Karten und Kennzahlen, die zeigen, wie viel Fläche versiegelt ist, wo Wald verschwindet oder wie sich Ackerbau verändert. Seit der Gründung 1998 hat das Innsbrucker Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 500 nationale und internationale Auftragsprojekte umgesetzt. Mehr als 60 Fachleute aus Erdwissenschaften und Informatik arbeiten heute am Sparkassenplatz mitten in der Stadt.
Der Rohstoff kommt von den europäischen Copernicus-Satelliten Sentinel-1 und Sentinel-2. Aus deren Aufnahmen entstehen bei GeoVille Landbedeckungskarten, Veränderungsanalysen und laufende Monitoring-Dienste. Für die Europäische Umweltagentur hat das Unternehmen ab 2016 gemeinsam mit GAF aus München und SIRS aus Frankreich die europaweiten High Resolution Layers des Copernicus-Landüberwachungsdienstes erneuert, eine einheitliche Kartierung von rund sechs Millionen Quadratkilometern in 39 Ländern. Solche Aufträge sind der Kern des Geschäfts.
Die Bandbreite reicht aber deutlich weiter. Ein Arbeitsfeld beobachtet Bewässerung und Anbauflächen für die Landwirtschaft, ein anderes baut Datenzugänge, über die Nutzerinnen und Nutzer Klimadaten und Sentinel-Archive direkt im Browser durchsuchen. 2018 nannte das Unternehmen die Europäische Kommission, die ESA und die Weltbank als Auftraggeber, daneben Industriebetriebe wie Doppelmayr und VERBUND. Auf der eigenen Website spricht GeoVille von Projektumsetzungen in über 140 Ländern.
Wer hier anfängt, landet in einem gemischten Haus. Fernerkundungsspezialisten sitzen neben Softwareentwicklerinnen, dazu kommen Forstleute und Raumplanerinnen. Das Team ist international zusammengesetzt, und GeoVille beschreibt sich als Arbeitgeber mit gleichen Chancen. Gleitzeit und Homeoffice-Anteile gehören zum Alltag, dazu Mentoring- und Führungskräfteprogramme, ein steuerfreies Jobticket und Zugang zu Sportangeboten. Das Büro liegt im Zentrum von Innsbruck, mit Blick auf die Berge.
Geführt wird die GmbH bis heute von ihrem Gründer Christian Hoffmann, und aus dem Kerngeschäft sind über die Jahre eigene Tochtergesellschaften hervorgegangen. Detaillierte Umsatz- und Beschäftigtenzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Was es zeigt, sind Projekte: Im Mai 2026 machte GeoVille gemeinsam mit Eutelsat OneWeb komplette Copernicus-Sentinel-Archive über Satellitenfunk verfügbar, und seit dem Frühjahr 2026 läuft ein Vorhaben, das Murenabgänge mit Erdbeobachtung und maschinellem Lernen überwacht.
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