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Mehr als 4.200 Studierende lernen an einem einzigen Campus am Campus-Platz 1 in St. Pölten, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof. Betreut werden sie von über 530 fest angestellten Beschäftigten, dazu kommen mehr als 1.000 nebenberuflich Lehrende aus der Praxis. Die ersten Studiengänge starteten 1996. Seit November 2025 heißt die Trägergesellschaft Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten GmbH und tritt international als USTP auf.
Gelehrt und geforscht wird in neun Feldern. Informatik und Künstliche Intelligenz stehen neben Gesundheit und Sozialer Arbeit, dazwischen liegen Medien, Kommunikation, Management, Security sowie Bahntechnologie und Mobilität. Rund 30 Studiengänge und eine Reihe von Weiterbildungslehrgängen gehören dazu. Der Zugang ist praxisorientiert: Wer hier lehrt, kommt oft aus dem Beruf, und wer hier studiert, arbeitet in Projekten mit Partnern aus Wirtschaft, Gesundheitswesen und öffentlicher Hand.
Die angewandte Forschung ist kein Anhängsel. 2025 liefen rund 170 Projekte, die Forschungserlöse stiegen um 24 Prozent auf 7,4 Millionen Euro, bei einem Gesamterlös von 53,6 Millionen Euro (Geschäftsbericht 2025, berichtet Mai 2026). Im April 2025 ging ein KI-Reallabor in Betrieb. Ein Josef-Ressel-Zentrum forscht ebenfalls am Haus. Für Forschende heißt das: eigene Institute, Drittmittelprojekte und die Möglichkeit, Ergebnisse direkt in die Lehre zu tragen.
International arbeitet die Hochschule als koordinierende Institution der Europäischen Hochschulallianz E³UDRES², einem Netzwerk von neun Partnerhochschulen. Mitarbeitende können Austauschprogramme nutzen. Ab dem Wintersemester 2028/29 kommt ein zweiter Standort dazu: der Europacampus Hainburg, ausgelegt auf rund 500 Studierende.
Als Arbeitgeberin unterscheidet die Hochschule drei Bereiche, die in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten: Lehre, Forschung und Verwaltung. Gesucht werden also nicht nur Professorinnen und Wissenschaftler, sondern auch Studiengangsassistenz, Officemanagement, IT und Services. Für Lehre und Forschung gibt es ein ausformuliertes Karrieremodell mit individuellen Qualifizierungsvereinbarungen, ein Pendant für Service und Support wird gerade aufgebaut. Laufende interne und externe Weiterbildung, Gleitzeit und je nach Aufgabenbereich bis zu 50 Prozent Arbeit von zuhause oder von überall in Österreich gehören zum Paket, dazu Kantine am Campus, Gratisparkplätze, strukturiertes Onboarding und Gesundheitsangebote. Wie sich die über 530 Stellen im Detail auf die drei Bereiche verteilen, weist die Hochschule öffentlich nicht aus.
Hinter dem Haus stehen öffentliche Eigentümer: 74 Prozent hält die Stadt St. Pölten über die Hochschulen St. Pölten Holding GmbH, 26 Prozent das Land Niederösterreich. Geführt wird die Gesellschaft von Johann Haag und Hannes Raffaseder. In der Region ist sie einer der größeren Arbeitgeber.
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