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Mehr als eine Million Augenuntersuchungen und über 48.000 Augenoperationen stehen in der Bilanz für 2024, die Licht für die Welt gemeinsam mit seinen Schwesterorganisationen und Partnern vorlegt. Finanziert wird ein großer Teil davon aus Wien. Von Meidling aus sammelt der österreichische Verein Spenden für Augengesundheit und für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, vor allem in Ostafrika und der Sahelzone. Gegründet wurde er 1988, damals noch als Christoffel-Blindenmission Austria.
Das Geld bleibt nicht in Österreich. Der Verein leitet es an Light for the World International weiter, die die Programme über eigene Länderbüros umsetzt, unter anderem in Äthiopien, Kenia und im Südsudan. Was daraus wird, lässt sich an einzelnen Projekten ablesen: In der äthiopischen Region Tigray schützten die Teams 2024 rund 116.000 Kinder vor Trachom, einer bakteriellen Augenkrankheit, die unbehandelt blind macht. Im Südsudan bildete die Organisation Lehrkräfte in Gebärdensprache und Braille aus. Rund 1.400 Lehrer*innen nahmen im selben Jahr an solchen Fortbildungen teil.
Die Finanzen liegen offen und geprüft vor. 2024 nahm die österreichische Organisation 10,39 Millionen Euro ein, den Löwenanteil davon aus privaten Geldspenden. 10,2 Millionen flossen in die satzungsgemäßen Zwecke, 189.448 Euro in die Verwaltung. Den Jahresabschluss prüft Grant Thornton Austria, das Österreichische Spendengütesiegel trägt der Verein seit 2001, und im Austrian Chapter von Transparency International ist er Mitglied.
Die Berufsbilder reichen weiter als bei einer reinen Spendensammelstelle. In Wien sitzen Fundraising, Kommunikation und Programmsteuerung, in den Länderbüros beraten Inklusionsexpert*innen Regierungen, Unternehmen und Schulen. Musa Mwambu etwa, Inklusionsexperte in Uganda, moderierte als erster blinder Nachrichtenmoderator bei NTV Uganda. Gemeinsam mit der Mastercard Foundation betreibt die Organisation die We Can Work Academy, die 2024 mehr als 500 junge Menschen mit Behinderungen absolviert haben.
Inklusion endet nicht beim Programminhalt. Das Wiener Büro ist mit Rampen und automatisierten, großen Türen barrierefrei gebaut, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice gehören zum Alltag. Wie viele Menschen dort arbeiten, weist die Organisation öffentlich nicht aus. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich; ihm gehören unter anderem eine Augenärztin und der Schwimmer und Moderator Andreas Onea an.
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