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Wo Stahl geschmolzen, Zement gebrannt oder Glas gezogen wird, entstehen Temperaturen von weit über 1.000 Grad. Damit Öfen und Anlagen das aushalten, kleidet man ihr Inneres mit feuerfesten Werkstoffen aus. Genau solche Werkstoffe stellt die RATH AG aus Wien her, und das seit 1891.
Das Sortiment reicht von dichten und feuerfesten Steinen über hitzebeständigen Beton bis zu keramischen Fasern und Isoliermaterial, das Anwendungstemperaturen bis 1.800 Grad standhält. Zu den Kunden zählen Betriebe aus der Zement-, Stahl-, Glas- und Aluminiumindustrie ebenso wie Chemie- und Energieunternehmen. RATH liefert dabei nicht nur Material. Techniker planen die Auskleidung von Hochtemperaturanlagen, montieren sie vor Ort und übernehmen später Wartung und Reparatur.
Die Wurzeln reichen ins Jahr 1891 zurück, als August Rath jun. eine Porzellan- und Feuerfestfabrik in Krummnußbaum in Niederösterreich übernahm. Aus dem Familienbetrieb ist eine international tätige Gruppe geworden. Rund 600 Menschen arbeiten heute an acht Produktionsstandorten in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, Vertriebspartner betreuen Kunden in mehr als 30 Ländern. Seit 1989 ist die RATH Aktiengesellschaft an der Wiener Börse notiert. Der Familie Rath ist das Unternehmen bis heute verbunden; Matthias Rath sitzt dem Aufsichtsrat vor.
Entsprechend vielfältig sind die Berufe. In der Produktion stehen Werkstofftechniker und Fachkräfte an den Brennöfen, in der Entwicklung arbeiten Chemiker und Ingenieure an neuen Rezepturen. Techniker im Außendienst reisen zu Kunden auf mehreren Kontinenten, in der Wiener Zentrale sitzen die kaufmännischen Funktionen von Finanzen über IT bis Personal. Vorstandssprecher Andreas Pfneiszl ist seit 1999 im Haus und führt den Vorstand seit 2013; seit Anfang 2026 verantwortet Christian Morawetz als COO die Produktion. Gebrannt wird bis heute in Krummnußbaum an der Donau.
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