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Rund 310 Menschen kümmern sich hier um mehr als 14 Milliarden Euro Kundenvermögen. Die Schoellerbank betreut private und institutionelle Anleger in Österreich, und zwar seit 1833: Alexander Schoeller gründete das Haus damals in Wien als Bank- und Warenhandelshaus. Heute sitzt die Zentrale im Palais Rothschild an der Renngasse, unweit der Freyung, das die Bank 1951 von der Familie Rothschild erwarb. Der Leitsatz 'Investieren statt Spekulieren' prägt seit Jahrzehnten die Veranlagung und den Arbeitsalltag gleichermaßen.
Das Geschäft ist eng gefasst und dafür tief. Die Bank berät bei der Veranlagung, verwaltet Depots im Auftrag ihrer Kundinnen und Kunden und begleitet größere Vermögen über Generationen hinweg, etwa bei Stiftungen, Vorsorgefragen oder der Unternehmensnachfolge. Wie konkret das wird, zeigt die eigene Fondsgesellschaft: Die Schoellerbank Invest AG verantwortet ein Fondsvolumen von rund 8,8 Milliarden Euro (Stand Juni 2026, Unternehmenswebsite). Fondsmanagement, Anlagestrategie und Kundenbetreuung sitzen also im selben Haus.
Gearbeitet wird an acht Standorten. Neben der Wiener Zentrale gibt es sieben weitere Büros, das westlichste in Bregenz, das südlichste in Klagenfurt. Damit ist die Schoellerbank nach eigener Darstellung die einzige österreichweit vertretene Privatbank. Wer hier einsteigt, arbeitet selten allein an einem Fall: Eine Kundenbetreuerin in Linz holt für eine Stiftungsfrage die Wealth-Advisory-Spezialisten dazu, während das Portfoliomanagement die Veranlagungslinie liefert. Dazu kommen die klassischen Bankfunktionen, vom Bankbetrieb über Finance bis zur Rechts- und Risikoseite. Eine öffentliche Aufschlüsselung, wie viele Beschäftigte auf welchen Bereich entfallen, veröffentlicht die Bank allerdings nicht.
Seit 2005 gehört die Schoellerbank zur UniCredit und ist eine hundertprozentige Tochter der UniCredit Bank Austria AG. Das bringt zwei Dinge mit: den Rückhalt einer großen europäischen Bankengruppe und offene Türen über das eigene Haus hinaus, denn offene Stellen laufen über das gemeinsame Karriereportal der Gruppe. Weiterbildung nimmt die Bank sichtbar ernst. Sie unterstützt Mitarbeitende auf dem Weg zu Qualifikationen wie dem Certified Financial Planner und arbeitet mit individuellen Entwicklungsplänen, vom Berufseinstieg bis zur Führungsrolle. Flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice und familienfreundliche Rahmenbedingungen gehören laut Karriereseite dazu.
Dass das ankommt, zeigt eine externe Bewertung: 2025 wurde die Schoellerbank zum vierten Mal als 'Leading Employer' ausgezeichnet und damit dem obersten Prozent der österreichischen Arbeitgeber in dieser Meta-Studie zugerechnet. Fachlich lief es ähnlich. Bei den Euromoney Private Banking Awards 2026 holte die Bank in Österreich in den Kategorien Vermögensverwaltung und Nachhaltigkeit jeweils den ersten Platz.
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