

Staufer Textilpflege GmbH
Bis zu 15.000 Wäschestücke am Tag verlassen das Werk in Linz-Pichling. Arbeitshosen, Kittel, Schmutzfangmatten. Staufer wäscht diese Textilien nicht nur, sondern vermietet sie: Betriebe kaufen ihre Berufskleidung nicht, sie buchen sie als Service, und Staufer holt das Getragene ab, pflegt es, repariert es und bringt es zum vereinbarten Termin zurück. In Österreich läuft dieses Geschäft seit 1995.
Wie das im Alltag aussieht, lässt sich an einem Kunden zeigen. Ein Malerbetrieb meldet zwölf Mitarbeiter an, jeder wird persönlich eingekleidet und behält seine Größe und seinen Namen im System. Danach übernimmt Staufer den Rest: einsammeln, waschen, nähen, nachliefern. Beliefert werden Handwerksbetriebe genauso wie Küchen, Werkstätten und Einrichtungen im Gesundheitswesen, und die Touren decken ganz Österreich ab.
Das Werk im Linzer Südpark ging 2009 in Betrieb. Fünf Millionen Euro flossen in den Neubau auf 8.000 Quadratmetern, und die Anlage kam ohne Dampfkessel aus, was sie damals zu einer der ersten dampffreien Wäschereien des Landes machte. Wärme wird direkt erzeugt und zurückgewonnen. 2019 hob ein weiterer Ausbau die Kapazität auf die heutigen 15.000 Teile pro Tag. Rund 65 Arbeitsplätze entstanden mit dem Werk; eine tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht, karriere.at ordnet den Standort der Klasse 51 bis 100 zu.
Die Wurzeln liegen in München. Dort eröffneten Franz und Kunigunde Staufer 1891 eine kleine Waschanstalt mit elektrischem Betrieb, 1906 zog der Betrieb nach Schwabing, 1963 in die Taunusstraße, wo die Geschäftsführung bis heute sitzt. Geführt wird das Haus von Ulrich Schöll und Matthias Schöll. Ein Familienunternehmen also, das seit über 130 Jahren dieselbe Sache macht und im September 2011 in Linz sein Doppeljubiläum feierte: 15 Jahre in Oberösterreich, 120 Jahre in München.
Allein steht der Standort trotzdem nicht da. Staufer ist Partner der DBL, eines 1971 gegründeten Verbunds von Textilmietbetrieben mit 23 Standorten in Deutschland und Partnern in Österreich, Dänemark und Polen. Die Mitglieder bleiben rechtlich und wirtschaftlich selbständig, meist eigentümergeführte Familienbetriebe. Kollektionen, Prüfverfahren und Hygienestandards kommen aus dem Verbund. Entschieden wird in Linz.
Die Arbeit im Haus fällt entsprechend unterschiedlich aus. An den Waschstraßen und Finishern stehen Produktionskräfte im Schichtbetrieb, in der Näherei werden Hosen gekürzt und Firmenlogos aufgebracht, und die Servicefahrer fahren feste Touren zu Kunden, die sie über Jahre begleiten. Im Innendienst laufen Aufträge, Nachbestellungen und Beratung zusammen. Auf karriere.at nennt Staufer Gleitzeit, Essenszuschuss und Parkplätze am Werk. Der Betrieb ist außerdem eingetragener Lehrbetrieb und hat zuletzt eine Lehrstelle im Büro sowie Verstärkung für die Näherei ausgeschrieben.
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Hauptstandort
Im Südpark 189
4030 Linz, Österreich
Recruiting-Team
