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Rund 380 Kilometer Rohr liegen zwischen Baumgarten an der March und Arnoldstein an der Kärntner Grenze zu Italien. Seit 1974 strömt Gas durch dieses System quer durch Österreich nach Süden. Betrieben wird es von der Trans Austria Gasleitung GmbH, die seit 2024 unter dem Namen TAG GmbH auftritt. Rund 170 Menschen halten den Betrieb aufrecht.
Das Geschäft lässt sich in einem Satz erklären: TAG stellt Transportkapazität bereit und sorgt dafür, dass die drei parallelen Leitungen TAG I, TAG II und TAG Loop 2 rund um die Uhr sicher laufen. Es ist das längste Hochdruck-Leitungsnetz Österreichs und eine der zentralen Gasachsen Europas. Ein großer Teil des Gases, das Norditalien erreicht, nimmt diesen Weg, versorgt werden auch Slowenien und österreichische Bundesländer. Ohne die Leute vor Ort steht das still.
Gearbeitet wird an zwei sehr unterschiedlichen Arten von Orten. In der Wiener Zentrale an der Wienerbergstraße sitzen die Vermarktung der Transportkapazität, die Regulierungsthemen und die technische Planung. Draußen, in Weitendorf in der Steiermark, in Eggendorf in Niederösterreich oder in Ruden in Kärnten, halten MSR-Mechaniker und Betriebselektriker die Verdichterstationen und Messanlagen in Schuss. Genau für diese drei Standorte sind derzeit Stellen ausgeschrieben. Wer technisch arbeitet, hat es hier mit Anlagen zu tun, die zur kritischen Energieinfrastruktur zählen und deren Ausfall sofort auffallen würde.
Hinter dem Unternehmen stehen zwei Eigentümer, mehrheitlich der italienische Fernleitungsbetreiber Snam, dazu die österreichische Gas Connect Austria. Die E-Control hat TAG 2014 als unabhängigen Fernleitungsnetzbetreiber zertifiziert, das Unternehmen führt seither eigene Belegschaft, eigene IT und eigene Kommunikation. Das italienische Mutterhaus und ein Netz, das an der slowakischen und an der italienischen Grenze endet, bringen internationale Zusammenarbeit in den Arbeitsalltag, ohne dass der Betrieb groß und anonym wäre: 170 Beschäftigte sind ein überschaubares Haus.
Die Karriereseite nennt flexible Arbeitszeiten mit Homeoffice-Möglichkeit, individuell zugeschnittene Weiterbildung, Gesundheits- und Sicherheitsprogramme, einen Essenszuschuss und Beiträge zur Pensionskasse. Umsatz- und Ergebniszahlen veröffentlicht das Unternehmen auf seiner Website nicht. Die Aufgabe selbst verändert sich gerade spürbar: Eine der drei Leitungen soll bis 2030 auf Wasserstoff umgestellt werden, das Projekt zur H2-Readiness des TAG-Systems wurde 2024 auf europäischer Ebene anerkannt.
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