Industriestraße 18
4800 Attnang-Puchheim
Österreich

In Attnang-Puchheim entstehen Mischanlagen, die später in Kasachstan, Thailand oder Südamerika Baustoffe produzieren. Rund 110 Menschen arbeiten hier daran, von der ersten Auslegung bis zur Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort. Vier von fünf Euro Umsatz kommen aus dem Export, laut den eigenen Kennzahlen des Unternehmens. Konstruiert und gefertigt wird trotzdem in Oberösterreich, auf dem eigenen Werksgelände.
INOCON Industrial Plants plant und baut Anlagen, in denen Schüttgüter gemischt, gefördert, gewogen und abgefüllt werden. Kunden sind Hersteller trockener Baustoffe ebenso wie Betriebe aus Bergbau und Hüttenindustrie. Auf der Referenzliste stehen Holcim, Knauf und die SMS Group. Geliefert wird schlüsselfertig: Das Haus übernimmt Konzeption und Engineering, fertigt die Komponenten selbst, montiert, nimmt in Betrieb und kümmert sich danach um Wartung und Ersatzteile. Becherwerke, Bandförderer und Behälterwaagen entstehen auf 11.600 m² eigener Produktionsfläche.
Der Standort hat eine längere Geschichte als die Firma. Seit den 1970er-Jahren wird in Attnang-Puchheim an Schüttgutförderanlagen gearbeitet. 2014 übernahm ein Team um den heutigen Geschäftsführer Fritz Pesendorfer die Betriebsstätte des Vorgängerbetriebs Doubrava und führte sie unter dem heutigen Namen weiter, mit der eingespielten Mannschaft aus Verkauf, Projektierung und Werkstatt. Aus dieser Übernahme ist ein Betrieb mit rund 23 Millionen Euro Jahresumsatz und Projekten in Europa, Russland, Kasachstan, Nord- und Südamerika sowie Thailand geworden.
Die Arbeit verteilt sich auf sehr unterschiedliche Berufe. Projektingenieurinnen und Projektleiter begleiten eine Anlage vom Angebot bis zur Übergabe und reisen dafür auch zu den Baustellen der Kunden. In der Halle schweißen Stahlbauschlosser die Konstruktionen, für die der Betrieb nach EN 1090 EXC3 und ÖNORM EN ISO 3834-2 zertifiziert ist. Im Vertrieb sitzen Technikerinnen und Techniker, weil die Anlagen erklärt werden müssen, bevor sie verkauft werden. Nachwuchs bildet das Unternehmen selbst aus, in der Metalltechnik, und Lehrlinge arbeiten nach eigener Darstellung vom ersten Tag an in laufenden Aufträgen mit.
Auf der Karriereseite nennt das Unternehmen einen starken Kollektivvertrag mit hohen Zulagen, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und Bikeleasing. Der Bahnhof Attnang-Puchheim, einer der wichtigsten Knoten der ÖBB, liegt in unmittelbarer Nähe des Werks. Detaillierte Bilanzzahlen veröffentlicht die GmbH nicht; die Angaben zu Umsatz, Belegschaft und Exportquote stammen aus der eigenen Unternehmensdarstellung. Auf den Hallendächern erzeugt eine eigene Photovoltaikanlage Strom für die Fertigung.
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