

Herrengasse 7
1010 Wien
Österreich

Wer in Österreich die Polizei ruft, hat am Ende mit diesem Haus zu tun. Rund 38.000 Menschen arbeiten für das Innenministerium, die meisten von ihnen im Polizeidienst. Die Zentrale sitzt in Wien, die Dienststellen verteilen sich über alle neun Bundesländer.
Die Polizei ist der sichtbare Teil. Streifendienst, Kriminalpolizei und das Bundeskriminalamt gehören dazu, ebenso Spezialeinheiten wie das Einsatzkommando Cobra in Wiener Neustadt. Doch das Ressort kann mehr als Uniform. Im Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl entscheiden Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter über Asylanträge und Aufenthaltstitel. In anderen Abteilungen werden Wahlen abgewickelt oder das Staatsbürgerschaftswesen geführt. Und ein Aufgabengebiet wächst seit Jahren spürbar: der Schutz kritischer Infrastruktur und die Abwehr von Cyberangriffen.
Neu ist die Behörde nicht. Ihre Wurzeln reichen bis 1848 zurück, den heutigen Namen trägt sie seit 1920. Heute ist sie einer der größeren Arbeitgeber des Bundes. Für 2024 waren rund 4,05 Milliarden Euro veranschlagt, der überwiegende Teil davon für die Gehälter der Bediensteten.
Wer einsteigt, hat im Kern zwei Wege vor sich. Der eine führt über die Polizeigrundausbildung in den Exekutivdienst. Allein für 2024 waren 2.500 Plätze in der Grundausbildung vorgesehen. Der andere Weg führt in die Sicherheitsverwaltung, wo Juristinnen und Juristen, Verwaltungsfachleute und IT-Leute arbeiten. Beides sind feste Anstellungen im öffentlichen Dienst.
Ausgebildet wird im eigenen Haus. Die Sicherheitsakademie betreibt Bildungszentren in den Bundesländern und nimmt nicht nur angehende Polizistinnen und Polizisten auf, sondern auch Lehrlinge, etwa in der Netzwerk- und Systemtechnik oder in der Logistik. Einen Arbeitsplatz gibt es fast überall im Land, von der Landespolizeidirektion in der Landeshauptstadt bis zur kleinen Dienststelle am Land. Gearbeitet wird rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.