Urstein Nord 67
5412 Puch bei Hallein
Österreich

Rund 130.000 Bohrer und Fräser verlassen jeden Tag die Werke von Alpen-Maykestag. Gefertigt werden sie in Puch bei Salzburg, in St. Gallen in der Steiermark und in Ferlach in Kärnten, also durchgehend in Österreich. Über 80 Prozent gehen danach ins Ausland, bis nach Chile und Argentinien. Angefangen hat alles 1957 als Salzburger Spiralbohrerfabrik, und in Familienbesitz ist das Unternehmen bis heute.
Zwei Marken, ein Haus. Unter dem Namen ALPEN entstehen Bohrer fürs Handwerk, wie sie auf Baustellen in Beton und Mauerwerk gehen. MAYKESTAG steht für Hochleistungswerkzeuge aus Vollhartmetall und HSS, mit denen Industriebetriebe Metall zerspanen. Wer hier arbeitet, baut also Werkzeug für Leute, die selbst mit Werkzeug arbeiten, vom Elektriker bis zum Zulieferer der Autoindustrie. Vertreten ist Alpen-Maykestag in mehr als 70 Ländern, mit eigenen Vertriebsgesellschaften unter anderem in Ratingen bei Düsseldorf und im ungarischen Pápa.
Der Betrieb ist überschaubar geblieben und trotzdem international. Über 300 Kolleginnen und Kollegen arbeiten an den drei österreichischen Standorten; für das Geschäftsjahr 2022/23 nannte das Unternehmen 315 Beschäftigte und einen Umsatz von 56 Millionen Euro (OTS-Aussendung, 30.10.2023). Im selben Jahr flossen 3,2 Millionen Euro in Investitionen, mehr als die Hälfte davon in die Automatisierung und Digitalisierung der Werke in Ferlach und St. Gallen. Neuere Geschäftszahlen hat die Firma öffentlich nicht nachgelegt.
Die Berufsbilder reichen weit über die Werkbank hinaus. In den Werken bedienen Zerspanungs- und Metalltechnikerinnen die Schleifautomaten, Betriebselektriker halten die Anlagen am Laufen. In Puch sitzen Konstrukteure und Entwicklungsingenieure, die an der nächsten Bohrergeneration arbeiten, dazu Einkauf, Qualitätssicherung, Marketing und Area Sales Manager, die Händler in ganz Europa und Übersee betreuen. Ausgebildet wird im eigenen Haus: An den Produktionsstandorten St. Gallen und Ferlach lernen Lehrlinge Zerspanungstechnik, Metall- und Produktionstechnik sowie Betriebselektrik, seit Herbst 2023 kommen kaufmännische Lehrberufe im Einkauf, in der Logistik und im Rechnungswesen dazu.
Das Rohmaterial kommt größtenteils aus Österreich, produziert wird ausschließlich hier. Geführt wird die Firma seit Ende 2017 von Claudia Zoff, einer Maschinenbauerin, die ihre Ausbildung selbst an der HTL Ferlach begonnen hat, also am Ort eines der drei Werke.
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