


677 Studierende, rund 200 Beschäftigte, ein Campus mitten in Vaduz. Die Universität Liechtenstein ist klein, und genau das prägt den Arbeitsalltag. Wer hier lehrt, forscht oder verwaltet, kennt die Leute aus den anderen Bereichen meist mit Namen. Gelehrt wird in zwei Feldern: Architektur und Raumentwicklung auf der einen Seite, Wirtschaft auf der anderen.
Angefangen hat alles 1961, als Abendtechnikum in Vaduz. Daraus wurde eine Ingenieurschule, dann eine Fachhochschule, und seit Februar 2011 darf sich das Haus Universität nennen. Die Nähe zur Praxis ist geblieben. Träger ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts unter Aufsicht der Regierung des Fürstentums. Im Rücken steht damit ein öffentlicher Arbeitgeber und kein Konzern mit Quartalszahlen.
Das eine Standbein ist die Architektur und Raumentwicklung. Das zweite ist die Wirtschaft. Hier sitzen Forschende an Themen wie Finance und Wirtschaftsinformatik, und ein eigener Bereich widmet sich dem Wirtschaftsrecht. Abschlüsse gibt es vom Bachelor bis zum Doktorat. Klein heißt dabei nicht provinziell: Die Studierenden kommen aus mehr als 30 Ländern und laufen sich auf dem überschaubaren Campus täglich über den Weg. Im November 2025 waren 677 von ihnen eingeschrieben, 51 mehr als ein Jahr zuvor, und zugelegt haben vor allem die Masterprogramme.
Hinter Lehre und Forschung steht eine ganze Bandbreite an Berufen. Manche halten Vorlesungen, andere betreuen Doktorarbeiten oder arbeiten an Projekten mit. Und ohne Verwaltung, IT und Haustechnik liefe der Betrieb keinen Tag. Rund 200 Menschen sind es, die das zusammen tragen.
Mit ihren Konditionen geht die Universität offen um. Es gilt eine 42-Stunden-Woche, und wer in Forschung, Lehre oder Leitung tätig ist, teilt sich die Zeit weitgehend selbst ein. Bis zu 40 Prozent der Arbeit dürfen, sofern es der Betrieb zulässt, von zu Hause oder unterwegs erledigt werden. Dazu kommen zusätzliche Urlaubstage, kleine Aufmerksamkeiten zu Dienstjubiläen und E-Bikes für Dienstwege. Geleitet wird das Ganze seit August 2023 von Rektor Christian Frommelt.
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