Egger-Lienz-Straße 10
4050 Traun
Österreich

In der Halle in Traun stehen meist mehrere Anlagen nebeneinander, jede für einen anderen Kunden gebaut, jede ein Einzelstück. Feiba Engineering & Plants entwickelt Roboteranlagen, die Bauteile aus Aluminium und Stahl zusammenfügen: geschweißt, genietet, geclincht oder geklebt. Rund 38 Kolleginnen und Kollegen arbeiten hier, so steht es in den aktuellen Stellenausschreibungen des Unternehmens. Gegründet wurde die Firma 2001.
Die Anlagen gehen an Automobilhersteller und deren Zulieferer. Im Karosseriebau entstehen darauf Blechteile und Tanks, in Linien mit bis zu 50 Robotern. Feiba plant diese Anlagen nicht nur, sondern konstruiert sie, baut sie und nimmt sie beim Kunden in Betrieb, von der 3D-Simulation über Vorrichtungs- und Greiferbau bis zur Roboter- und SPS-Programmierung. Ein zweites Standbein ist das Modernisieren bestehender Anlagen, auch solcher, die ursprünglich von anderen Herstellern stammen. Für die Technikerinnen und Techniker heißt das: Ein Projekt bleibt vom ersten Konzept bis zur Serienreife in denselben Händen.
Der Radius reicht über Österreich hinaus. Geliefert wird in den zentraleuropäischen Raum, und Projekte in den USA hat das Unternehmen ebenfalls umgesetzt. Reisetätigkeit gehört deshalb dazu; die Ausschreibungen beziffern sie mit 30 bis 50 Prozent der Jahresarbeitszeit, maximal zehn Tage am Stück.
Neben dem Anlagengeschäft entwickelt Feiba eigene Produkte, die auch außerhalb der Autoindustrie eingesetzt werden. ROSA handhabt Profile bis zwölf Meter Länge im Zehn-Sekunden-Takt. Die mobile Schweißzelle WELDi richtet sich an kleinere Betriebe, die zum ersten Mal automatisieren.
Vier Berufsbilder prägen die Belegschaft. SPS-Programmiererinnen und Automatisierungstechniker schreiben die Steuerungssoftware im Siemens TIA-Portal und fahren die Anlagen vor Ort hoch. Konstrukteure arbeiten mit Catia V5 oder NX an Vorrichtungen und Anlagenteilen. Dazu kommen Baustellenleitung und Projektleitung. Der Einstieg beginnt laut den aktuell ausgeschriebenen Stellen bei 3.000 Euro brutto im Monat auf Vollzeitbasis, mit individuellen Entwicklungsplänen je nach Qualifikation und Erfahrung. Auch ohne fertige Ausbildung führt ein Weg herein: Bei der Wirtschaftskammer Oberösterreich ist Feiba als Lehrbetrieb eingetragen.
Wie das Unternehmen mit Bewerbungen umgeht, sagt einiges über den Umgangston. Ein Motivationsschreiben verlangt Feiba ausdrücklich nicht, weil es die Menschen lieber persönlich kennenlernt. Auf eine Bewerbung gibt es binnen zehn Tagen eine erste Rückmeldung, nach dem Erstgespräch binnen sieben. Ein Schnuppertag ist möglich. Umsatzzahlen veröffentlicht die Firma nicht auf ihrer Website. Geschäftsführer sind Alfred Märzinger-Dürrank, der zugleich an der Gesellschaft beteiligt ist, und seit August 2023 Philipp Wiesinger.
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