Mainstraße 1
4470 Enns
Österreich

Hutablagen, Kofferraumverkleidungen und Bauteile, die Motorgeräusche dämmen: Das sind die Produkte, die dieses oberösterreichische Unternehmen für Autohersteller baut. Zwei Jahrzehnte lang hieß es Greiner Perfoam GmbH und gehörte zur Greiner-Gruppe. Ende Jänner 2024 wurde daraus die Trèves Perfoam GmbH, nachdem die französische Trèves-Gruppe das Geschäft übernommen hatte. Rechtlich ist es dieselbe Gesellschaft geblieben, Firmenbuchnummer und Standorte inklusive. Wer sich heute bewirbt, bewirbt sich unter dem Namen Trèves Perfoam.
Was hier entsteht, nimmt man im Auto selten bewusst wahr: Verkleidungen für Innenraum und Kofferraum, dazu Teile, die den Antrieb akustisch dämmen. Konkret geht es um PUR-Schaumstoffe und Kunststoffartikel für die Automobilindustrie. Die Kunden sind Fahrzeughersteller, vor allem deutsche OEMs, die von Oberösterreich aus beliefert werden.
Die Trèves-Gruppe gibt es seit 1836. Rund 4.600 Menschen arbeiten heute an 26 Produktionsstätten in 15 Ländern, der Umsatz lag 2024 bei 750 Millionen Euro. Entwickelt wird in acht Technologiezentren mit etwa 150 Ingenieurinnen und Ingenieuren, beliefert werden nach Angaben der Gruppe mehr als 15 Autohersteller. Bei der Übernahme kündigte Trèves an, Perfoam zum Kompetenzzentrum der Gruppe für hochwertige Hutablagen und Kapselungen zu machen.
In Linz stehen die Produktion und das regionale Vertriebs- und Entwicklungszentrum der Gruppe. Entwickelt wird also im Haus und nicht nur gefertigt. Firmensitz ist Enns, im Logistikzentrum Ennshafen. Das dortige Werk hat Trèves Perfoam Ende 2025 geschlossen; rund 60 Beschäftigte waren betroffen, begründet wurde der Schritt mit dem langfristigen Rückgang der europäischen Automobilindustrie und fehlenden Aufträgen für diesen Standort. Linz war davon ausdrücklich nicht betroffen und soll langfristig weiterlaufen. Wie viele Menschen derzeit in Österreich beschäftigt sind, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus.
Ausgeschrieben werden Stellen in Enns und in Linz, zuletzt etwa die Leitung des Werks. Gesucht werden Projektmanagerinnen und Logistiker ebenso wie Technikerinnen und Techniker für Entwicklung und Vertrieb. Weiterbildung organisiert die Gruppe über Schulungen am Arbeitsplatz, lokal organisierte Kurse und eine konzernweite E-Learning-Plattform, die laufend um neue Module erweitert wird und allen Beschäftigten offensteht. In den Inseraten nennt das Unternehmen Gleitzeit, bis zu 30 Prozent Homeoffice und ein bezuschusstes Mittagessen.
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