


Am 7. September 1986 wurden in Österreich zum ersten Mal die Kugeln für "Lotto 6 aus 45" gezogen. Seither sind aus dem Spiel 1.420 Euro-Millionärinnen und -Millionäre hervorgegangen. Knapp 1.000 Menschen arbeiten heute für die Österreichischen Lotterien, die meisten davon in der Zentrale am Wiener Rennweg. Dazu kommt ein Vertriebsnetz von über 5.000 Annahmestellen im ganzen Land.
Das Kerngeschäft ist konzessioniertes Glücksspiel. Neben "Lotto 6 aus 45" und EuroMillionen verkauft das Unternehmen Rubbel- und Brieflose und betreibt die Online-Plattform win2day, auf der rund 1,2 Millionen Nutzerinnen und Nutzer registriert sind. 2025 wurden 927,4 Millionen Tipps abgegeben und knapp 48 Millionen Rubbellose verkauft. Innerhalb der Gruppe stehen die Lotterien neben Casinos Austria, der Sportwette tipp3 und den WINWIN-Standorten.
Wer hier arbeitet, arbeitet in einem streng regulierten Umfeld. Die Konzession kommt vom Staat, entsprechend eng ist die Abstimmung mit den Behörden. 2025 führte das Unternehmen 706,9 Millionen Euro an Steuern, Abgaben und Beiträgen ab, also fast zwei Millionen Euro pro Tag (lotterien.at, Pressemitteilung vom 1.7.2026). Spielerschutz ist hier keine Kür, sondern Auflage; das Unternehmen bündelt ihn unter der Plattform "playsponsible".
Die Berufsbilder gehen weit über das hinaus, was Kundinnen und Kunden an der Trafikkasse sehen. In Business Operations verantworten Teams die Ziehungen und die Gewinnermittlung, im Vertrieb betreuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die über 5.000 Annahmestellen, von denen etwa die Hälfte Trafiken sind. Marketing und Produktentwicklung arbeiten an den Spielen selbst. In der Zentrale sitzen außerdem IT, Finanz und Recht.
Auf seinem Karriereportal nennt das Unternehmen hybrides Arbeiten und flexible Arbeitszeiten, ausdrücklich auch Führung in Teilzeit. Es gibt bis zu 600 Euro im Jahr für Sport und Kultur, einen Kantinenzuschuss in gleicher Höhe und bis zu 365 Euro für das Öffi-Ticket. Fünf Arbeitstage pro Jahr stehen für Corporate Volunteering zur Verfügung, Weiterbildung reicht von Fachtrainings bis zu Schulungen für KI-Anwendungen. Detaillierte Umsatzzahlen veröffentlicht die Gesellschaft nicht frei zugänglich.
Seit der Gründung sind über 2,2 Milliarden Euro in den österreichischen Sport geflossen.
Rennweg 44
1038 Wien
Österreich