Stiftsplatz 1
3400 Klosterneuburg
Österreich

9.500 Hektar Wald, 110 Hektar Weingärten und rund 700 vermietete Wohnungen, Büros und Geschäftslokale stehen in den Büchern des Stifts Klosterneuburg. Rund 200 Mitarbeitende halten diesen Betrieb am Laufen. Für die einen ist der Arbeitsplatz ein Büro am Stiftsplatz, für die anderen ein Forstrevier in den Wölzer Tauern. Gegründet wurde das Haus 1114 von Markgraf Leopold III.
Das Weingut des Stifts ist das älteste Österreichs. Seine Rebflächen liegen in Klosterneuburg, am Wiener Nussberg, in Gumpoldskirchen und in Tattendorf. Dazu kommen rund 400 Hektar biologisch bewirtschaftete Landwirtschaft an drei Standorten. Der Forstbetrieb ist in vier Reviere gegliedert und reicht vom Wienerwald bis in die Steiermark. Wer dort arbeitet, verbringt den Arbeitstag im Wald.
Das zweite große Standbein ist die Immobilienverwaltung. Rund 5.500 Pachtverträge betreut das Stift in Wien, Niederösterreich und Salzburg, dazu die eigenen Mietobjekte. Es braucht also Leute, die Verträge prüfen, Sanierungen begleiten und mit Mieterinnen und Mietern reden.
Der dritte Bereich ist Kultur und Wissenschaft. Rund 100.000 Menschen kommen jedes Jahr ins Stift, viele wegen des Verduner Altars aus dem Jahr 1181. Das Stiftsmuseum besteht seit 1774; Bibliothek und Stiftsarchiv gehören ebenso dazu wie Konzerte, Führungen und die Vermietung von Sälen und Seminarräumen. Der vierte Bereich hält die Anlage selbst instand. Dazu zählen eine Bauabteilung mit sechs Werkstätten, eine Gärtnerei für rund fünf Hektar Außenanlagen und eine eigene Betriebsfeuerwehr.
Entsprechend breit sind die Berufsbilder. Zuletzt schrieb das Stift unter anderem eine Systemadministration, eine Stelle in der Personalverrechnung und einen Koch oder eine Köchin aus. Handwerk, Forstwirtschaft, Verwaltung und Kulturvermittlung sitzen hier unter einem Dach. Wie sich die rund 200 Mitarbeitenden auf die einzelnen Betriebe verteilen, weist das Stift öffentlich nicht aus.
Die Wirtschaftsbetriebe erwirtschaften nach eigenen Angaben rund 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr und werden über eigene Gesellschaften mit Sitz in Klosterneuburg und Wien geführt. Für Mitarbeitende gibt es eine betriebliche Pensions- und Gesundheitsvorsorge, ein vergünstigtes Mittagessen und Parkplätze direkt am Standort, dazu eine gute öffentliche Anbindung nach Wien. Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf bearbeitet das Haus seit 2011, unter anderem über flexible Arbeitszeiten und Karenzregelungen. Geleitet wird das Stift von Propst Anton Höslinger, der im August 2023 als 67. Propst gewählt wurde. Zum Konvent gehören 39 Chorherren, die 27 Pfarren betreuen, drei davon in Norwegen und in den USA.
Stiftsplatz 1
3400 Klosterneuburg
Österreich