Feldstraße 1/13
6020 Innsbruck
Österreich

Ein Röntgenbild aus der Radiologie, ein Video aus dem OP, ein eingescannter Befund von der Hausärztin: In einer Klinik entstehen medizinische Daten täglich in Dutzenden Formaten und an ebenso vielen Stellen. Genau dafür schreibt synedra seit 2005 Software. Mehr als 260 Kliniken in Österreich, Deutschland und der Schweiz arbeiten heute mit der Plattform aus Innsbruck.
Das Hauptprodukt heißt synedra AIM. Es nimmt Bilder, Befunde, Videos und gescannte Dokumente aus den verschiedensten Abteilungen entgegen, archiviert sie langfristig und zeigt sie den Behandelnden in einem einzigen Viewer an, statt in fünf getrennten Systemen. Für Ärztinnen und Pflegekräfte heißt das: alles zu einem Patienten an einem Ort. Zu den Anwendern zählen große Häuser wie das Universitätsspital Zürich, die Insel Gruppe in Bern und das Universitätsklinikum Freiburg, aber auch kleine Praxen. Dass die Software mit fremden Klinik-Systemen zusammenspielt, ist in diesem Geschäft die eigentliche Kunst und wird über internationale Standards geprüft.
Gearbeitet wird an drei Standorten. Der Hauptsitz liegt in der Innsbrucker Feldstraße, dazu kommen die Tochtergesellschaften synedra Deutschland in Berlin und synedra Schweiz in Dübendorf bei Zürich. Rund 90 Menschen sind nach Unternehmensangaben an Bord. Die Aufgaben reichen von der Entwicklung der Plattform selbst über Projektleiterinnen, die eine Einführung im Klinikum monatelang begleiten, bis zum Support-Team, das Anfragen aus den Häusern beantwortet; auch Vertrieb, Produktmanagement sowie Finanzen und Personal sitzen in Innsbruck. Wer einsteigt, arbeitet an Systemen, die im klinischen Alltag rund um die Uhr laufen müssen.
Seit Oktober 2025 gehört synedra zur Deutschen Telekom und ist dort dem IT-Dienstleister T-Systems zugeordnet, der die Health-Content-Management-Lösungen in sein Gesundheitsportfolio aufnimmt. Das Unternehmen bleibt als eigene Gesellschaft in Innsbruck bestehen, geführt von Stefan Andreatta, Johannes Fellner und Michael Wolf. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet der Schritt: ein mittelgroßes Tiroler Softwarehaus mit kurzen Wegen, im Rücken ein europäischer Konzern.
Auf der Karriereseite nennt synedra Gleitzeit und Teilzeitmodelle, je nach Rolle Homeoffice bis zu hundert Prozent, betriebliche Altersvorsorge und Weiterbildung; bezahlt wird nach dem Kollektivvertrag für IT-Dienstleistungen, über der Mindestangabe je nach Erfahrung und Qualifikation. Auf kununu ist das Unternehmen mehrfach als Top Company ausgezeichnet. Umsatzzahlen veröffentlicht synedra nicht. 28 IHE-Zertifizierungen weist es dagegen für seine Produkte aus, eine für Klinik-IT ungewöhnlich hohe Zahl.
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